BTC Yield vs. Aktienverwässerung – MicroStrategys riskantes Spiel
Veröffentlicht am 31. August 2025 von Igor
Einleitung
MicroStrategy hält mehr Bitcoin als manche Nationalstaaten – doch zu welchem Preis? Während der „BTC Yield“ pro Aktie steigt, wächst auch die Zahl der ausgegebenen Aktien. Altaktionäre fragen sich: Bedeutet das eine schleichende Verwässerung ihrer Anteile?
Was bedeutet Aktienverwässerung?
Verwässerung tritt auf, wenn ein Unternehmen neue Aktien ausgibt – etwa zur Finanzierung von Investitionen. Der prozentuale Anteil bestehender Aktionäre sinkt, ihre Stimmrechte und ihr Einfluss werden relativ kleiner. MicroStrategy nutzt genau dieses Instrument, um seine Bitcoin-Käufe zu finanzieren – unter anderem durch Wandelanleihen, die später in Aktien umgewandelt werden können.
MicroStrategys Bitcoin-Strategie
Seit 2020 verfolgt MicroStrategy eine aggressive Bitcoin-Strategie: Das Unternehmen kauft BTC im großen Stil und finanziert dies durch Kapitalerhöhungen. Der Gedanke dahinter: Wenn der Bitcoin-Kurs steigt, steigt auch der Wert der Aktie – und damit der „BTC Yield“, also die Menge Bitcoin pro Aktie.
Aktuell hält MicroStrategy über 331.000 BTC – ein Bestand, der selbst große Krypto-Börsen in den Schatten stellt. Doch diese Käufe wurden durch die Ausgabe neuer Aktien ermöglicht, was die Gesamtzahl der Aktien deutlich erhöht hat.
Wer gewinnt wirklich?
Auf den ersten Blick profitieren Aktionäre: Der Aktienkurs ist seit Jahresbeginn um über 110 % gestiegen. Doch langfristig stellt sich die Frage, ob der Wertzuwachs durch Bitcoin die Verwässerung überkompensiert. Altaktionäre verlieren Einfluss, während neue Investoren zu höheren Kursen einsteigen.
MicroStrategy spielt ein Hochrisiko-Spiel: Sollte der Bitcoin-Kurs fallen, droht ein doppelter Verlust – sowohl beim BTC Yield als auch beim Aktienwert.
Fazit
MicroStrategys Strategie ist mutig – und potenziell lukrativ. Doch sie ist kein Geschenk für Altaktionäre. Die Verwässerung ist real, auch wenn sie durch steigende BTC-Bestände kaschiert wird. Wer investiert, sollte wissen: Man kauft nicht nur Aktien, sondern auch eine Wette auf Bitcoin.
Frage an die Leser: Würden Sie lieber 10 % eines konservativen Unternehmens halten – oder 5 % eines Bitcoin-Giganten?
