Mit diesem Beitrag starte ich eine neue Rubrik, die ich schon seit einiger Zeit in meinem Blog integrieren wollte: Buchvorstellungen. Ich lese sehr gerne, doch oft fehlt mir die Zeit oder ich komme nur schleppend voran, bis das Buch schließlich beiseite gelegt wird und wochenlang unberührt bleibt. Es gibt aber Bücher, über die ich gerne kurz berichten möchte.
Entdeckung des Cosy Crime
Heute möchte ich ein Genre vorstellen, das mir bisher völlig unbekannt war und sofort meine Neugier geweckt hat. Es handelt sich um „Cosy Crime“. Diese Art von Krimi ist leicht und unterhaltsam, ohne detaillierte Mordszenen oder nervenaufreibende Action. Genau das Richtige für einen entspannten Abend auf dem Sofa.
Auf das Erstwerk Das Schweigen des Kaiserhofs von Tamy Büsching wurde ich auf LinkedIn aufmerksam. Dort berichtete die Autorin in den letzten Wochen über die Hintergründe und die Entstehungsgeschichte des Romans. Besonders interessiert hat mich dabei das Genre, denn ich lese gerne Krimis, die meisten davon sind jedoch recht schwer und nicht unbedingt als leichte Lektüre geeignet.
Das Schweigen des Kaiserhofs erschien offiziell am 16. Februar 2026 und konnte bereits ab dem 10. Februar vorbestellt werden. Aus welchem Grund auch immer durfte ich mein Exemplar schon am 13. Februar abholen und war damit einer der ersten, die das Buch in den Händen hielt. Zur Transparenz: Ich habe es mir selbst gekauft und bezahlt.
Handlung in Porta Westfalica
Die Handlung spielt in Porta-Westfalica, einem Ort, den ich unzählige Male auf der A2 oder bei Umleitungen über Landstraßen passiert habe. Bei Bauarbeiten wird dort ein Leichnam auf dem Gelände des Kaiserhofs entdeckt, und das ortsansässige Ermittlerduo übernimmt den Fall. Besonders spannend fand ich die enge Beziehung zwischen den Hauptfiguren – von der Bauleiterin über die beste Freundin bis hin zum Polizeianwärter und seinem Kollegen. Frühere Beziehungen und familiäre Verbindungen machen die Ermittlungen zusätzlich interessant und sorgen für glaubhafte Konflikte. Auch die vielen kleinen Details und Nebenhandlungen haben mir sehr gut gefallen. Die Geschichte reicht von der Gegenwart über einige Jahre zurück bis in die dunkle Vergangenheit des Kaiserhofs. Vom Kaffeebesitzer über die Großmutter bis hin zum ortsansässigen Schmied gibt es zahlreiche Facetten zu entdecken.
Leichter Schreibstil und Spannung
Stilistisch gehört das Buch zu den leichteren Lektüren. Einmal angefangen, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch durchgelesen. Durch die verschiedenen Ermittlungsansätze wurde ich mehrfach dazu gebracht, meine eigenen Vermutungen zu überdenken. Anfangs war ich mir sicher, den Täter gefunden zu haben, doch am Ende stellte sich heraus, dass ich mich lange Zeit geirrt hatte. Erst gegen Schluss hatte ich eine neue Vermutung und lag diesmal richtig.
Auf den genauen Inhalt möchte ich an dieser Stelle bewusst nicht näher eingehen, um niemandem die Spannung zu nehmen.
Fazit: Ein gemütlicher Lesegenuss
Nach einigen gemütlichen Stunden auf dem Sofa war ich plötzlich schon am Ende angelangt. Das Buch ist kurzweilig, sehr angenehm zu lesen und hat mich für einige Stunden völlig in seine Welt gezogen. Vielen Dank für diese schönen Lesestunden und ich hoffe, dass es eine Fortsetzung geben wird!
